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Plattsprecher

Die Regionalsprache Niederdeutsch/Plattdeutsch wird in der nördlichen Hälfte Deutschlands in vielen verschiedenen Varianten gesprochen. Einige bedeutende mittelalterliche Gesetzestexte sind in Niederdeutsch verfasst. Platt war als Verkehrs- und Geschäftssprache der Hanse einmal die wichtigste Wirtschaftssprache des Nord- und Ostseeraums. Nach der Ablösung als Schriftsprache im 16. Jahrhundert und zeitweisem Prestigeverlust erlebte Platt aber im 19. Jahrhundert zunächst in der Literatur und später auch als Bühnensprache einen Aufschwung. Heute ist sie eine in allen kulturellen und gesellschaftlichen Feldern anwendbare, vollständig entwickelte Sprache. Sie wird nach wie vor überwiegend mündlich gebraucht und ist oft in kleinen lokalen Gemeinschaften verankert. Platt ist heute auch Schulfach und erfährt in acht Bundesländern unterschiedliche Förderung.

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„Ein Wort: Bewusst werden“

Jan Graf ist Referent für Niederdeutsch und Friesisch beim Schleswig-Holsteinischen Heimatbund e.V. In diesem Interview appelliert er an die Plattdeutsch-Sprecher*, ihre Sprache bewusst zu pflegen und an die Kinder weiter zu geben. Außerdem stellt er die Initiative „Funkloch stoppen!“ vor, die für ein vollwertiges plattdeutsches Radioprogramm kämpft. 

Die bessere mediale Versorgung unter anderem durch die Öffentlichen Sendeanstalten der ARD ist eine bereits länger bestehende, grundsätzliche politische Forderung, die im Rahmen der Minderheitenförderung nicht nur durch Vertreter* der Sprecher*gruppe Niederdeutsch erhoben wird, sondern zum Beispiel auch durch die Friesen*. 

Über die Initiative „Funkloch stoppen!“ können Sie sich hier weiter informieren:
www.funklockstoppen.de